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	<title>digiteach - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Lernfortschrittsmonitoring&amp;diff=2138</id>
		<title>Lernfortschrittsmonitoring</title>
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		<updated>2020-09-17T12:57:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Zu prüfende Merkmale */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Name= Lernfortschrittsmonitoring&lt;br /&gt;
| Dimension = [[Technologische Dimension|technologisch]] &lt;br /&gt;
| Notwendigkeit = [[fakultativ]]&lt;br /&gt;
| Messbarkeit = [[absolut]]&lt;br /&gt;
| Ebene = Szenario &lt;br /&gt;
| Katalog= [[Kriterienkatalog für digitale Medien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Lernfortschrittsmonitoring&#039;&#039;&#039; beschreibt die Tätigkeit der Lehrkraft, bei welcher der aktuelle Arbeitsfortschritt, bzw. Lernstand der Schülerinnen und Schüler, während des Lern-Lehr-Prozesses eingeholt wird, um ihn anschließend zu bewerten oder zu steuern. In der Regel erzielt der Lehrer, bzw. die Lehrerin, diese Beobachtung einerseits traditionell durch effektives Bewegen durch den Klassenraum und paralleles Sichten der einzelnen Arbeitsplätze der Schülerinnen und Schüler. Andererseits zieht sie ihre Erkenntnisse durch gezielte Fragen an Einzelne oder an die ganze Klasse. Durch das Arbeiten mit, bzw. an, digitalen Medien kann die Möglichkeit genutzt werden, den Lernfortschritt digital und zentral am Gerät der Lehrkraft einzusehen. &lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten von Klassenmanagmentsoftware (z.B. INiS, LogoDIDACT) liefern zwar digitale Umsetzungen auf Unterrichtsebene, sind jedoch hier auf Medienebene nicht gemeint. &lt;br /&gt;
[[Datei:Lernfortschrittsmonitoring.png|thumb|Übersicht der Funktionen]]&lt;br /&gt;
==Kriterium==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das digitale Medium verfügt über Funktionen, um den Lernfortschritt der Lernenden digital zu beobachten und zu bewerten, um so eine Steuerung zu ermöglichen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold, P. et al.: Handbuch E-Learning. Lehren und Lernen mit digitalen Medien. W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld, 2018, S. 92, ISBN 978-3-8252-4965-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
===Zu prüfende Merkmale===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zur Realisierung einer individuellen Beobachtung, Bewertung und Steuerung muss die Notwendigkeit eines Benutzermanagement erfüllt sein. Diese kann auf folgende Weisen realisiert werden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lernfortschrittsmonitoring_Benutzerpad.PNG|thumb|Ein Etherpad ermöglicht die Verwendung eines individuellen Nicknames.]]&lt;br /&gt;
::*Verwendung von freiwählbaren Benutzernamen (z.B. Namen in einem öffentlichen Etherpad)&lt;br /&gt;
::*anonymisiertes Anmelden mit Nicknames (z.B. Beitritt von Lernenden in ONCOO mit Nicknames)&lt;br /&gt;
::*verifiziertes Anmelden&lt;br /&gt;
::*plaffformintegrierte Benutzerverwaltung (z.B. moodle, LernSAX, OPAL)&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Die Erfüllung einer Beobachtung des Lernfortschritts kann durch folgende Funktionen realisiert werden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Überwachung - Das Medium ermöglicht der Lehrkraft die Überwachung der Lernenden ohne deren Zutun in Echtzeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##*eine Gaming-basierte Levelstruktur zur Erkennung des aktuellen Lernfortschritts &amp;lt;ref&amp;gt;Wirtschaftsinformatik Wissen &amp;quot;WIssen&amp;quot;, ada7, Fortschritt überwachen, https://ada7.de/docs/#/de-de/progress, 26.06.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
##*flexible oder vorbestimmte Checkpoints, die Einblicke in den Arbeitsstand geben&lt;br /&gt;
##*eine Live-Verfolgung der Unterrichtsarbeit&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Versionierung des Arbeitsstands - Das Medium ermöglicht der Lehrkraft die Einsicht in zurückliegende und gegenwärtige Arbeitsstände und lässt so eine Lernfortschrittsbeobachtung zu. Die Zurück- und Nachverfolgung von Arbeitsständen ist dafür von Bedeutung.&#039;&#039; [[Datei:Lernfortschrittsmonitoring versionierung.png|thumb|googleDocs bietet eine umfangreiche Versionierungsfunktion an.]]&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Terminisierung - Das Medium liefert digitale Möglichkeiten, um Bearbeitungsfristen und - zeitpunkte zu kontrollieren und damit den Lernstand zeitlich zu überwachen, bspw. durch:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##*eine Nutzung von Zeitstempeln bei Dateiabgaben&lt;br /&gt;
##*eine Speicherung und Übertragung des Zeitbedarfs für Aufgaben&lt;br /&gt;
##*eine Aufforderung zur Betätigung von “Erledigt ✔️ ”-Buttons&lt;br /&gt;
##*eine Nutzung konditioneller Freigaben bei Lernwegssteuerungen&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Die Umsetzung einer Bewertung des Lernfortschritts kann auf folgende Funktionen aufbauen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Abgabe - Das Medium ermöglicht den Lernenden ihre individuellen Arbeits- und Lernergebnisse in speziellen Formaten für die Lehrkraft zur Verfügung zu stellen, z.B.:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##*Dateiabgaben/ -upload [[Datei:Lernfortschrittsmonitoring abgabemoodle.png|thumb|Dateiabgaben können in einem moodle-Kurs zeitlich terminisiert verwendet werden und ermöglichen so eine gleichzeitige Beobachtung (Terminisierung) und Bewertung.]]&lt;br /&gt;
##*Foren- und Blogbeiträge&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Integrierte Bewertungssysteme - Das Medium beinhaltet automatische Bewertungssysteme &lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Belohnungssysteme - Das Medium beinhaltet ein Belohnungssystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Graduierung===&lt;br /&gt;
{{Graduierung&lt;br /&gt;
| Stufe 0 = Das digitale Medium erlaubt der Lehrkraft kein digitales Lernfortschrittsmonitoring.&lt;br /&gt;
| Stufe 1 = Das digitale Medium enthält eine Funktion einer Lernfortschrittsbeobachtung oder -bewertung.&lt;br /&gt;
| Stufe 2 = Das digitale Medium liefert alle Funktionen für ein Lernfortschrittsmonitoring und ermöglicht eine individuelle Steuerung.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
*Übungsprogramme sollten nicht nur richtige Lösungen dokumentieren, sondern auch eine Dokumentation fehlerhaft gelöschter Aufgaben anbieten, um solche kompensatorischen Nutzungen identifizieren und diagnostisch nutzen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014. ISBN 3863874234, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Praxisbeispiel==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fortsetzbarkeit ada7.PNG|thumb|Die Programmierumgebung [https://ada7.de/ ada7] nutzt eine levelbasierende Struktur für die Überwachung des Lernfortschritts durch die Lehrkraft]]&lt;br /&gt;
Die webbasierte Lernumgebung ada7 ist eine Weiterentwicklung der Programmierumgebung JavaScriptKara und bietet einen hervorragenden Einstieg in die Programmierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ada7.de/ &#039;&#039;Lernen mit ada7&#039;&#039;]. Abgerufen am 10. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lehrkräften ist es möglich, einzelne Programmierszenarien für ihren Unterricht zu entwickeln und den Lernenden nacheinander, stufenartig zur Bearbeitung zu geben. Die Schülerinnen und Schüler melden sich mit einem Login an und treten ihrer Klassengruppe bei. Wurde eine Stufe gelöst, kann der Schüler bzw. die Schülerin das Ergebnis abgeben oder zwischenspeichern. Die Lehrkraft überblickt dabei jederzeit, welche Lernenden sich bei welcher Stufe aufhalten, kann den Programmcode einsehen und dementsprechend reagieren. Dies ermöglicht eine effizientere Hilfestellung, kann ggf. die Zeitverteilung auf alle Lernende für deren Unterstützung verbessern und eine zu hohe unbewusste Konzentration auf einzelne verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technologische Dimension]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:fakultativ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:absolut]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Lernfortschrittsmonitoring&amp;diff=2137</id>
		<title>Lernfortschrittsmonitoring</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Lernfortschrittsmonitoring&amp;diff=2137"/>
		<updated>2020-09-17T12:57:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Zu prüfende Merkmale */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Name= Lernfortschrittsmonitoring&lt;br /&gt;
| Dimension = [[Technologische Dimension|technologisch]] &lt;br /&gt;
| Notwendigkeit = [[fakultativ]]&lt;br /&gt;
| Messbarkeit = [[absolut]]&lt;br /&gt;
| Ebene = Szenario &lt;br /&gt;
| Katalog= [[Kriterienkatalog für digitale Medien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Lernfortschrittsmonitoring&#039;&#039;&#039; beschreibt die Tätigkeit der Lehrkraft, bei welcher der aktuelle Arbeitsfortschritt, bzw. Lernstand der Schülerinnen und Schüler, während des Lern-Lehr-Prozesses eingeholt wird, um ihn anschließend zu bewerten oder zu steuern. In der Regel erzielt der Lehrer, bzw. die Lehrerin, diese Beobachtung einerseits traditionell durch effektives Bewegen durch den Klassenraum und paralleles Sichten der einzelnen Arbeitsplätze der Schülerinnen und Schüler. Andererseits zieht sie ihre Erkenntnisse durch gezielte Fragen an Einzelne oder an die ganze Klasse. Durch das Arbeiten mit, bzw. an, digitalen Medien kann die Möglichkeit genutzt werden, den Lernfortschritt digital und zentral am Gerät der Lehrkraft einzusehen. &lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten von Klassenmanagmentsoftware (z.B. INiS, LogoDIDACT) liefern zwar digitale Umsetzungen auf Unterrichtsebene, sind jedoch hier auf Medienebene nicht gemeint. &lt;br /&gt;
[[Datei:Lernfortschrittsmonitoring.png|thumb|Übersicht der Funktionen]]&lt;br /&gt;
==Kriterium==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das digitale Medium verfügt über Funktionen, um den Lernfortschritt der Lernenden digital zu beobachten und zu bewerten, um so eine Steuerung zu ermöglichen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold, P. et al.: Handbuch E-Learning. Lehren und Lernen mit digitalen Medien. W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld, 2018, S. 92, ISBN 978-3-8252-4965-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
===Zu prüfende Merkmale===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zur Realisierung einer individuellen Beobachtung, Bewertung und Steuerung muss die Notwendigkeit eines Benutzermanagement erfüllt sein. Diese kann auf folgende Weisen realisiert werden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lernfortschrittsmonitoring_Benutzerpad.PNG|thumb|Ein Etherpad ermöglicht die Verwendung eines individuellen Nicknames.]]&lt;br /&gt;
::*Verwendung von freiwählbaren Benutzernamen (z.B. Namen in einem öffentlichen Etherpad)&lt;br /&gt;
::*anonymisiertes Anmelden mit Nicknames (z.B. Beitritt von Lernenden in ONCOO mit Nicknames)&lt;br /&gt;
::*verifiziertes Anmelden&lt;br /&gt;
::*plaffformintegrierte Benutzerverwaltung (z.B. moodle, LernSAX, OPAL)&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Die Erfüllung einer Beobachtung des Lernfortschritts kann durch folgende Funktionen realisiert werden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Überwachung - Das Medium ermöglicht der Lehrkraft die Überwachung der Lernenden ohne deren Zutun in Echtzeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##*eine Gaming-basierte Levelstruktur zur Erkennung des aktuellen Lernfortschritts &amp;lt;ref&amp;gt;Wirtschaftsinformatik Wissen &amp;quot;WIssen&amp;quot;, ada7, Fortschritt überwachen, https://ada7.de/docs/#/de-de/progress, 26.06.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
##*flexible oder vorbestimmte Checkpoints, die Einblicke in den Arbeitsstand geben&lt;br /&gt;
##*eine Live-Verfolgung der Unterrichtsarbeit&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Versionierung des Arbeitsstands - Das Medium ermöglicht der Lehrkraft die Einsicht in zurückliegende und gegenwärtige Arbeitsstände und lässt so eine Lernfortschrittsbeobachtung zu. Die Zurück- und Nachverfolgung von Arbeitsständen ist dafür von Bedeutung.&#039;&#039; [[Datei:Lernfortschrittsmonitoring versionierung.png|thumb|googleDocs bietet eine umfangreiche Versionierungsfunktion an.]]&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Terminisierung - Das Medium liefert digitale Möglichkeiten, um Bearbeitungsfristen und - zeitpunkte zu kontrollieren und damit den Lernstand zeitlich zu überwachen, bspw. durch:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##*eine Nutzung von Zeitstempeln bei Dateiabgaben&lt;br /&gt;
##*eine Speicherung und Übertragung des Zeitbedarfs für Aufgaben&lt;br /&gt;
##*eine Aufforderung zur Betätigung von “Erledigt ✔️ ”-Buttons&lt;br /&gt;
##*eine Nutzung konditioneller Freigaben bei Lernwegssteuerungen&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Die Umsetzung einer Bewertung des Lernfortschritts kann auf folgende Funktionen aufbauen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Abgabe - Das Medium ermöglicht den Lernenden ihre individuellen Arbeits- und Lernergebnisse in speziellen Formaten für die Lehrkraft zur Verfügung zu stellen, z.B.:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
##*Dateiabgaben/ -upload [[Datei:Lernfortschrittsmonitoring abgabemoodle.png|thumb|Dateiabgaben können in einem moodle-Kurs zeitlich terminisiert verwendet werden und ermöglichen so eine gleichzeitige Beobachtung (Terminisierung) und Bewertung.]]&lt;br /&gt;
##*Foren- und Blogbeiträge&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Integrierte Bewertungssysteme - Das Medium beinhaltet automatische Bewertungssysteme &lt;br /&gt;
##&#039;&#039;Belohnungssysteme - Das Medium beinhaltet Belohnungssystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Graduierung===&lt;br /&gt;
{{Graduierung&lt;br /&gt;
| Stufe 0 = Das digitale Medium erlaubt der Lehrkraft kein digitales Lernfortschrittsmonitoring.&lt;br /&gt;
| Stufe 1 = Das digitale Medium enthält eine Funktion einer Lernfortschrittsbeobachtung oder -bewertung.&lt;br /&gt;
| Stufe 2 = Das digitale Medium liefert alle Funktionen für ein Lernfortschrittsmonitoring und ermöglicht eine individuelle Steuerung.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
*Übungsprogramme sollten nicht nur richtige Lösungen dokumentieren, sondern auch eine Dokumentation fehlerhaft gelöschter Aufgaben anbieten, um solche kompensatorischen Nutzungen identifizieren und diagnostisch nutzen zu können. &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014. ISBN 3863874234, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Praxisbeispiel==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fortsetzbarkeit ada7.PNG|thumb|Die Programmierumgebung [https://ada7.de/ ada7] nutzt eine levelbasierende Struktur für die Überwachung des Lernfortschritts durch die Lehrkraft]]&lt;br /&gt;
Die webbasierte Lernumgebung ada7 ist eine Weiterentwicklung der Programmierumgebung JavaScriptKara und bietet einen hervorragenden Einstieg in die Programmierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ada7.de/ &#039;&#039;Lernen mit ada7&#039;&#039;]. Abgerufen am 10. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lehrkräften ist es möglich, einzelne Programmierszenarien für ihren Unterricht zu entwickeln und den Lernenden nacheinander, stufenartig zur Bearbeitung zu geben. Die Schülerinnen und Schüler melden sich mit einem Login an und treten ihrer Klassengruppe bei. Wurde eine Stufe gelöst, kann der Schüler bzw. die Schülerin das Ergebnis abgeben oder zwischenspeichern. Die Lehrkraft überblickt dabei jederzeit, welche Lernenden sich bei welcher Stufe aufhalten, kann den Programmcode einsehen und dementsprechend reagieren. Dies ermöglicht eine effizientere Hilfestellung, kann ggf. die Zeitverteilung auf alle Lernende für deren Unterstützung verbessern und eine zu hohe unbewusste Konzentration auf einzelne verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technologische Dimension]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:fakultativ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:absolut]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Nachgehende_Differenzierung&amp;diff=2132</id>
		<title>Nachgehende Differenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Nachgehende_Differenzierung&amp;diff=2132"/>
		<updated>2020-09-16T12:06:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Graduierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Name= Nachgehende Differenzierung&lt;br /&gt;
| Dimension = [[Didaktische Dimension|didaktisch]] &lt;br /&gt;
| Notwendigkeit = [[obligatorisch]]&lt;br /&gt;
| Messbarkeit = [[relativ]]&lt;br /&gt;
| Ebene = Szenario &lt;br /&gt;
| Katalog= [[Kriterienkatalog für digitale Medien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Kriterium &#039;&#039;&#039;Nachgehende Differenzierung&#039;&#039;&#039; umfasst wichtige Stellschrauben seitens des Mediums, um Aufgaben und Übungen so zu adaptieren, dass die Chancengleichheit erreicht werden kann und alle Lernenden optimal gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht ist häufig geprägt von einer hohen Heterogenität der Lerngruppen, die mit einer starken Homogenitätserwartung der Lehrkräfte kollidiert. Ziel ist es, eine vernünftige Balance zwischen Gleichheit und Differenz zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;Scheunpflug, A.: Lernen in heterogenen Gruppen – Möglichkeiten einer natürlichen Differenzierung. In: Kiper, Hanna; Miller, Susanne; Palentien, Christian; Rohlfs, Carsten (Hg.): Lernarrangements für heterogene Gruppen. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 2008, S. 66-77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelebte [[Binnendifferenzierung]] ist in der Praxis daher sehr komplex und anspruchsvoll, da viele gleichzeitig laufende Lernprozesse überblickt werden müssen. Eine ideale Differenzierung ist daher anstrebsam, jedoch kompliziert konsequent umsetzbar. Das digitale Medium soll nicht die Aufgabe einer adäquaten Binnendifferenzierung  übernehmen, sondern diese unterstützen und somit nötige Rahmenbedingungen für eine Anpassung des individuellen Lernprozess der Lernenden liefern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig darf auch dieses Kriterium nie alleinstehend betrachtet werden. Für eine gute Binnendifferenzierung ist gleichwohl eine adäquate Einschätzung des Vorwissens, als auch des laufenden Lernprozesses, zur Erhebung des Lernstands sowie der Stärken und Schwächen der einzelnen Lernenden, notwendig. Das [[Lernfortschrittsmonitoring]] hat somit direkten Einfluss auf die Differenzierung. Gleichzeitig müssen für eine Differenzierung individuelle Ziele formuliert werden (Vgl. [[Fachliche Zielsetzung]]). Eine Binnendifferenzierung setzt somit hohe Ansprüche an Lehrende und Lernende. Das digitale Medium muss dies unterstützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bönsch (2008) unterteilt drei Lernsets für die Binnendifferenzierung: &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodik der Differenzierung. In: Die Berufsbildende Schule 60/2008, 2008, S. 324-328.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Nachgehende Differenzierung&#039;&#039;&#039;: Der Unterricht beginnt mit Input für alle. Dann folgen Aufgaben und Übungen, die unterschiedlich sind hinsichtlich Quantität (Zahl der Aufgaben), Qualität (Anspruchsniveau), Umfang der Unterstützungsleistung und Zeit.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Bearbeitungsdifferenzierung bei klaren Vorgaben&#039;&#039;&#039;: vorgegebene Lernaufgaben sind anhand von Büchern, Lernplänen, Portfolios selbstständig zu erledigen. Zeit, Hilfesuche und Kooperationen sind flexibel einzuteilen. Die Variante stellt hohe Ansprüche an die Selbstständigkeit der Lernenden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Freigebende Differenzierung&#039;&#039;&#039;: Der gesamte über einen langen Zeitraum zu lernende Unterrichtsstoff wird freigegeben und kann selbst eingeteilt erworben werden. Das erfordert jedoch äußerst selbstständige, verantwortungsbewusste Lernende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die letzten beiden Ausrichtungen der Binnendifferenzierung u.a. hauptsächlich vom [[Förderliche Lernumgebung#Zu prüfende Merkmale|Grad der Selbstständigkeit]] abhängig sind, wird in diesem Kriterium die nachgehende Differnzierung, die Anpassung von Aufgaben und Übungen an das Leistungsniveau der Lernenden, beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kriterium==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Aufgaben und Übungen werden hinsichtlich der Quantität, der Qualität, der Hilfeleistung und des Zeitbedarfs unterschiedlich vom Medium angeboten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
===Zu prüfende Merkmale===&lt;br /&gt;
Eine nachgehende Differenzierung ist für alle Leistungsniveaus vorhanden. Auf folgende Merkmale ist zu prüfen, ob eine inhaltliche Anpassung möglich ist: &amp;lt;ref name=&amp;quot;As&amp;quot;&amp;gt;Aschemann, B.: Vierzig Wege der Binnendifferenzierung für heterogene LernerInnen-Gruppen, 2011, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Quantität&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**Anzahl der Aufgaben&lt;br /&gt;
**Anzahl der Teilaufgaben &lt;br /&gt;
**Grad der Strukturierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Qualität&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**Komplexität der Aufgaben&lt;br /&gt;
**Offenheit der Aufgaben → vgl. [[Aufgabengestaltung]] (z.B. Aufgabentypen nach Bruder) &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Handbuch der Mathematikdidaktik. Springer Spektrum, Berlin, 2015, S. 441, ISBN 978-3-642-35119-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
**Abstraktionsniveau der Aufgaben&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Hilfeleistung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**&#039;&#039;inhaltliche Hilfestellungen&#039;&#039;, wie u.a.&lt;br /&gt;
***gestufte Hilfen &amp;lt;ref&amp;gt;Hillmayr, D. et al.: Digitale Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe. Einsatzmöglichkeiten, Umsetzung und Wirksamkeit. Waxmann, Münster, New York, 2017. ISBN 9783830937661.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
***Erklärvideos&lt;br /&gt;
***Fragenkatalog&lt;br /&gt;
**&#039;&#039;methodische Hilfeleistungen&#039;&#039;, wie u.a.&lt;br /&gt;
***Hilfswerkzeuge&lt;br /&gt;
***Strukturierungshilfen &amp;lt;ref&amp;gt;Walter, D.: Nutzungsweisen bei der Verwendung von Tablet-Apps. Dissertation, 2018, S. 51-56, ISBN 3658190671.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
***heuristische Hilfsmittel, wie u.a.&lt;br /&gt;
****Tabelle&lt;br /&gt;
****Grafik&lt;br /&gt;
****Skizze&lt;br /&gt;
***[[Förderliche Lernumgebung#Zu prüfende Merkmale|Grad der Selbstständigkeit]] bei der Bearbeitung&lt;br /&gt;
***stufenweises Abbauen von Hilfestellungen &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 111f, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
***Kontextgebundene Rückmeldung zur Bereitstellung zusätzlicher Informationen für das Finden der Aufgabenlösung &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 185, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zeitbedarf für konkrete Arbeitsaufträge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**Verlängerung des Bedarfs&lt;br /&gt;
**Verkürzung des Bedarfs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Graduierung===&lt;br /&gt;
{{Graduierung&lt;br /&gt;
| Stufe 0 = Anpassungsmöglichkeiten von Aufgaben und Übungen bzgl. Qualität, Quantität, Hilfe und Zeit für eine nachgehende Differenzierung sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
| Stufe 1 = Anpassungsmöglichkeiten von Aufgaben und Übungen für eine nachgehende Differenzierung sind in &#039;&#039;mindestens&#039;&#039; zwei und &#039;&#039;höchstens&#039;&#039; drei Merkmalen möglich.&lt;br /&gt;
| Stufe 2 = Anpassungsmöglichkeiten von Aufgaben und Übungen für eine nachgehende Differenzierung sind in allen Merkmalen möglich.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
*Nachgehende Differenzierung als Teil der Binnendifferenzierung:&lt;br /&gt;
::→ Das Szenario beginnt mit Input für alle. &lt;br /&gt;
::→ Dann folgen Aufgaben und Übungen, die unterschiedlich sind hinsichtlich Quantität (Zahl der Aufgaben), Qualität (Anspruchsniveau), Umfang der Unterstützungsleistung und Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;As&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Maßnahmen der nachgehenden Differenzierung werden extern vorgenommen (seitens des Mediums oder der Lehrkraft) und unterscheiden sich hier von der Personalisierung des Lernwegs &lt;br /&gt;
*Entscheidend für die Lernunterstützung  ist die Balance zwischen Anleitung und Offenheit. &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Potentiale und Perspektiven digitaler Lernmedien für die Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. In Zeitschrift für Heilpädagogik, 2010, Jhg. 61.S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Darstellungen sollten unterschiedlicher Abstraktionsstufen gerecht werden bzw. Aufgaben müssen sich auf unterschiedlichem Lernniveau (z.B. durch entsprechende Hilfen) bearbeiten lassen. &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 305, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Praxisbeispiele==&lt;br /&gt;
[[Datei:Differnezierung_Learningapps.PNG|thumb|Beispiel von [https://learningapps.org/display?v=pni7vscok20 LearningApps]: Ordnen der rationalen Zahlen von der kleinsten zur größten Zahl.]]&lt;br /&gt;
Eine mögliche Gestaltung der differenzierten Übungsphase nach der Inputphase könnte wie folgt aussehen: Die Lehrkraft gibt den Schülerinnen und Schülern verschiedene LearningApps von [https://learningapps.org/ learningsapps.org] vor, mit denen sie ihr Wissen vertiefen/festigen können. Dabei gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und den Schülerinnen und Schülern werden verschiedene Hilfsmittel, wie Zusammenfassungen oder Beispielaufgaben zur Verfügung gestellt. Die Schülerinnen und Schüler können auch selbstständig zwischen den Aufgaben wechseln. Damit die Schülerinnen und Schüler eine bestimmte Anzahl an Aufgaben in der Zeit lösen, enthält jede Aufgabe eine bestimmte Anzahl an Sternen. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens eine Maximalanzahl an Sternen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Didaktische Dimension]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:obligatorisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:relativ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Mehrperspektivit%C3%A4t&amp;diff=2131</id>
		<title>Mehrperspektivität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Mehrperspektivit%C3%A4t&amp;diff=2131"/>
		<updated>2020-09-16T11:42:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Graduierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Name= Mehrperspektivität&lt;br /&gt;
| Dimension = [[Technologische Dimension|technologisch]] &lt;br /&gt;
| Notwendigkeit = [[obligatorisch]]&lt;br /&gt;
| Messbarkeit = [[absolut]]&lt;br /&gt;
| Ebene = Szenario &lt;br /&gt;
| Katalog= [[Kriterienkatalog für digitale Medien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kriterium &#039;&#039;&#039;Mehrperspektivität&#039;&#039;&#039; umfasst die Verknüpfung unterschiedlicher digitaler Repräsentationen (z.B. Text, Ton, Bild, Video).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kognitive Theorie mediengestützten Lernens (CTML) beschreibt ein didaktisches Design zur Verknüpfung der Bild - und Texteinheiten von Lerninhalten. Das Arbeitsgedächtnis, als Determinante mediengestützten Lernens, beinhaltet voneinander unabhängige auditive (Ton) und visuelle (Bild) Komponenten zur kurzfristigen Speicherung von Information.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VL&amp;quot;/&amp;gt; Dabei existiert  eine begrenzte Kapazität von Informationen über denselben Kanal (schneller Wechsel von Bildfolgen und zusätzlichem Text) und Parallel-Informationen auf beiden Kanälen (informationsreiche Bilder und gleichzeitige gesprochene Erläuterung). Aus der Theorie des Arbeitsgedächtnisses lassen sich vier Designprinzipien zur Gestaltung von multimedialem Lernen mit digitalen Medien ableiten - &#039;&#039;Multimedia, Kontiguität, Kohärenz &#039;&#039;und&#039;&#039; Redundanz&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Multimediale Information.png|thumb|Visualisierung des Zusammenhanges zwischen den drei Gedächtnisspeichern und der eingehenden multimedialen Information.&amp;lt;ref&amp;gt;angelehnt an Mayer, R. B. (2005) aus Rey, G. D. (2007))&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kriterium==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Durch die Anwendung der Designprinzipien Multimedia, Kontiguität, Kohärenz und Redundanz auf das digitale Medium wird ein multimodales (mehrkanaliges) und multicodales Lernen ermöglicht. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
===Zu prüfende Merkmale===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Folgende Prinzipien werden zur Erfüllung der Mehrperspektivität verlangt:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Multimedia&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Verwendung von mindestens zwei unterschiedlichen, inhaltlich abgeglichenen Repräsentationen ist stets gewährleistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 138ff, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Beispiel: Gesprochener Text und dazu passende Bilder&lt;br /&gt;
[[Datei:Negativ_positiv_Kontiguitätsprinzip.png|thumb|&#039;&#039;&#039;links:&#039;&#039;&#039; Negativbeispiel der Kontiguität - räumliche Nähe wird nicht gewährleistet &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;rechts:&#039;&#039;&#039; Umsetzung der Kontiguität - räumliche Nähe wird gewährleistet ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Positivbsp_Multimedia.png|thumb|Positivbeispiel Umsetzung der Kontiguität - zeitliche Nähe wird gewährleistet. &amp;lt;br /&amp;gt; Positivbeispiel Multimedia - Verwendung zweier inhaltlich abgeglichener Representationen &#039;&#039;(Bild und Ton)&#039;&#039; ist stets gewährleistet&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=VN_Aw6zBn_I Hier geht es zum Video]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mehrperspektivität_Kohärenz.PNG|thumb|Negativbeispiel der Kohärenz - Präsentationsfolie mit Überfrachtung von gleichzeitigem Text und Bild]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mehrperspektivität_Redundanzprinzip.PNG|thumb|Negativbeispiel der Redundanz - Gleichzeitige Repräsentation von Text und Bild]]&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kontiguität&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die optimale Auslastung der Sinneskanäle durch zeitliche und räumliche Nähe der verwendeten Repräsentation ist gewährleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VL&amp;quot;&amp;gt;Mayer, R. E.: Multimedia learning. Cambridge Univ. Press, Cambridge, 2007. ISBN 9780521787499.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Beispiel einer zeitliche Kontiguität: Zu gesprochenem Text können gleichzeitig zugehörige Bilder betrachtet werden.&lt;br /&gt;
:* Beispiel einer räumliche Kontiguität: Geschriebene Wörter in einer Präsentation stehen auf der gleichen Folie wie dir zugehörigen inhaltlich abgeglichenen Bildern.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kohärenz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Das digitale Medium vermeidet die Präsentation irrelevanter Informationen (auditiv, visuell oder haptisch) und Überfrachtung mit medialen Inhalten, damit die Aufmerksamkeit und Transferleistung besser fokussiert werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VL&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
:* Beispiel: Tonelemente ohne inhaltlichen oder motivationalen Zusammenhang (z.B. Hintergrundmusik) werden vermieden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Redundanz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Zwei unterschiedliche Repräsentationen desselben Inhalts werden nicht gleichzeitig verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 142, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Graduierung===&lt;br /&gt;
{{Graduierung&lt;br /&gt;
| Stufe 0 = Das digitale Medium erfüllt keine Mehrperspektivität.&lt;br /&gt;
| Stufe 1 = Das digitale Medium erfüllt mindestens das Multimediaprinzip.&lt;br /&gt;
| Stufe 2 = Das digitale Medium erfüllt alle Prinzipien der Mehrperspektivität.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
*“Multiple externe Repräsentationen (MER) sind unterschiedliche, meist visuell präsentierte Darstellungen [innerhalb eines digitalen Mediums] (z.B. Texte, Formeln und Bilder), die gemeinsam dargeboten werden, um Lern- und Problemlöseprozesse zu unterstützen.”&amp;lt;ref&amp;gt;Bodemer, D.: multiple externe Repräsentationen. https://portal.hogrefe.com/dorsch/multiple-externe-repraesentationen/, Stand: 06.04.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*MERs können sich gegenseitig ergänzen (Verbesserung der kognitiven Flexibilität im Umgang mit Problemstellungen)&amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 175f, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Für detaillierte Gestaltungshinweise siehe &amp;quot;Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen&amp;quot; (Christian Urff, 2014, ISBN 3863874234)&lt;br /&gt;
*Durch dieses Kriterium wird gleichzeitig die Analog-Digital-Schranke abgedeckt z.B. durch &amp;lt;ref&amp;gt;Schulmeister, R.: eLearning: Einsichten und Aussichten. Oldenbourg, München, 2006, S. 207, ISBN 9783486580037.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
**Nutzung der Bidirektionalität  zum Dynamisieren von Medien&lt;br /&gt;
**Kombinationen von diskreten (zeitunabhängig) und kontinuierlichen (veränderbar über die Zeit) Medien&lt;br /&gt;
*Durch die Abdeckung der Analog-Digital-Schranke in der Mehrperspektivität wird diese Schranke nicht im [[Schrankenkriterium]] beachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Praxisbeispiel==&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang einer, im Inverted-Classroom-Prinzip umgesetzten, digitalen Unterrichtsphase im Fach Informatik nutzt die Lehrkraft die Software [https://obsproject.com/de OBS-Studio] zur Aufnahme einer Online-Vorlesung. Sie vermittelt so die nötigen Wissensbausteine zur Erstellung von Use-Case-Diagrammen, um später im Zuge einer Gruppenarbeit in der Präsenzphase kollaborativ solch ein Diagramm erstellen zu lassen. In der Aufnahme nutzt die Lehrkraft zeitgleich sowohl virtuelle Tafelbilder, als auch ihre eigene Stimme für Erklärungen. Gezielt aktiviert sie damit den auditiven und den visuellen Kanal der Lernenden. Die bildlichen Komponenten der Aufnahme untermalen für ein besseres Verständnis stets das Gesprochene. Identische Inhalte zwischen Bild und Ton kommen nicht vor. Für die gesamte Aufnahme wurde vorab ein Skript verfasst, um stets die relevanten Informationen zu vermitteln und die Aufmerksamkeit der Lernenden aufrecht zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technologische Dimension]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:absolut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:obligatorisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Organisationsrahmen&amp;diff=2123</id>
		<title>Organisationsrahmen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Organisationsrahmen&amp;diff=2123"/>
		<updated>2020-09-11T12:48:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Graduierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Name= Organisationsrahmen&lt;br /&gt;
| Dimension = [[Technologische Dimension|technologisch]] &lt;br /&gt;
| Notwendigkeit = [[obligatorisch]]&lt;br /&gt;
| Messbarkeit = [[relativ]]&lt;br /&gt;
| Ebene = Szenario &lt;br /&gt;
| Katalog= [[Kriterienkatalog für digitale Medien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Organisationsrahmen&#039;&#039;&#039; umfasst alle Bereiche, die für eine effektive Nutzung des digitalen Lehr-Lernszenarios gegeben sein müssen. Diese lassen sich in drei Teilkriterien unterteilen: Vollständigkeit, Vorbereitungsaufwand und technischer Support durch das Medium. Die Vollständigkeit des digitalen Mediums beschreibt die materielle Gesamtheit des Arrangements. Für eine effektive Nutzung des Mediums muss die Lehrkraft Zugriff auf alle notwendigen Begleitmaterialen (analog und digital) haben. Neben einer reibungslosen Bereitstellung für den Unterricht sollte für einen akzeptablen Vorbereitungsaufwand eine Dekonstruktion des Mediums transparent und fehlerfrei umsetzbar sein. Zum technischen Support gehört unter anderem die Reaktion und Verbesserung von Fehlern. Dafür können verschiedene Möglichkeiten genutzt werden, zum Beispiel Foren, FAQ, oder der Support des Herstellers.&lt;br /&gt;
==Kriterium==&lt;br /&gt;
[[Datei:Organisationsrahmen_Karikatur.jpg |thumb|Ein guter Organisationsrahmen kann Chaos entgegenwirken &amp;lt;ref&amp;gt;Max Spring, Die neuen iPads führen an Berner Schulen zu Kopfzerbrechen, https://www.thunertagblatt.ch/region/bern/chaos-um-ipads-an-stadtberner-schulen/story/30371746, 25.06.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das digitale Medium kann mit einem akzeptablen Aufwand organisiert und dadurch effektiv im Lehr-Lern-Szenario angewendet werden.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Krauthausen, G.: Digitale Medien im Mathematikunterricht der Grundschule. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin, 2012, S. 47f, ISBN 9783827422767.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
===Zu prüfende notwendige Merkmale===&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Problemfreie Bereitstellung und Rückführung in den Ausgangszustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Vorhandensein erforderlicher Arbeitshilfen in digitaler/analoger Form, wie bspw. Begleitmaterialien:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Krauthausen, G.: Digitale Medien im Mathematikunterricht der Grundschule. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin, 2012, S. 142 ISBN 9783827422767.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Potentiale und Perspektiven digitaler Lernmedien für die Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. In Zeitschrift für Heilpädagogik, 2010, Jhg. 61.S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
#*Didaktischen Erläuterungen für die Lehrkraft&lt;br /&gt;
#*Begleitende Materialien wie Arbeitsblätter, Problemstellungen, etc.&lt;br /&gt;
#*Erfahrungsberichten&lt;br /&gt;
#*Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Monografien&lt;br /&gt;
#*Demos und Beispiele&lt;br /&gt;
#*Tutorials&lt;br /&gt;
#*FAQ&lt;br /&gt;
#*Websites &lt;br /&gt;
#*Arbeitsvorlagen innerhalb des Mediums &lt;br /&gt;
===Zu prüfende hinreichende Merkmale===&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Unverzügliche Bereitstellung und Rückführung in den Ausgangszustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Vorhandensein des technischen Supports für eventuell aufkommende Probleme, wie bspw.:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#*Fehlerkataloge&lt;br /&gt;
#*Forum&lt;br /&gt;
#*FAQ&lt;br /&gt;
#*Installationsanleitungen&lt;br /&gt;
#*Explizit professionelle Unterstützung von Mitarbeitenden des Herausgebers&amp;lt;ref&amp;gt;Krauthausen, G.: Digitale Medien im Mathematikunterricht der Grundschule. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin, 2012, S.64, ISBN 9783827422767.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Graduierung===&lt;br /&gt;
{{Graduierung&lt;br /&gt;
| Stufe 0 = Das Medium erfüllt die notwendigen Merkmale nicht.&lt;br /&gt;
| Stufe 1 = Die notwendigen Merkmale des Kriteriums &amp;quot;Organisationsrahmen&amp;quot; sind erfüllt.&lt;br /&gt;
| Stufe 2 = Die notwendigen Merkmale des Kriteriums &amp;quot;Organisationsrahmen&amp;quot; sind erfüllt. Zusätzlich ist mindestens die Unverzüglichkeit der Bereitstellung und Rückführung erfüllt.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
*Das gegenständliche Material sollte als Begleitmaterial vor und während der Mediennutzung verfügbar sein, um bei Bedarf die Aufgaben mit dem konkreten Material nachvollziehen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Konzeptionelle Überlegungen bei der Entwicklung von RECHNEN MIT WENDI. http://www.lernsoftware-mathematik.de/, Stand: 05.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Praxisbeispiel==&lt;br /&gt;
Im Informatikunterricht nutzen die Lernenden eine neue Programmiersoftware auf dem Tablet mit der auf ikonischem Wege die Programmiersprache C erlernt wird. Zur Nutzung der Geräte und der Anwendung wurde vorweg der Akku vollständig geladen und die aktuellste Version der Anwendung überprüft. Die Tablets befinden sich sortiert im entsprechenden Tabletkoffer.  Um auf mögliche Probleme und Fragen bzgl. der Software vorbereitet zu sein, hat die Lehrkraft ein Videotutorial vorab erstellt und offline auf den Tablets hinterlegt. Gleichzeitig haben die Lernenden zugriff auf die herstellerseitige Online-Anleitung zur Software. Darüber hinaus bietet die Software ein FAQ für Lehrkräfte an, um auf einfache technische Probleme adäquat reagieren zu können. Durch die einfach zu bedinenden Steckplätze im Tabletkoffer können im Anschluss der Unterrichtseinheit die Geräte schnell und sorgsam verräumt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technologische Dimension]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:obligatorisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:relativ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=2099</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=2099"/>
		<updated>2020-09-07T07:13:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|400px|thumb|right|Karikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder &#039;&#039;äußere Differenzierung&#039;&#039;  eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden. &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert, nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …), um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen, sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigen. Jene Gruppe, welche von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben, begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter auseinander. Im differenzierten Kursverfahren wird versucht dies von vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung - allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird individualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden, sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr Zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differenzierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden verpflichtend sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essentiell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden und die Wahl der Sozialform kann den Lernenden überlassen werden. Die Differenzierung erfogt über die individuelle Anpassung des Plans (Elemente streichen, hinzufügen, Veränderung des Umfangs und der Schwierigkeit, Lernende miteinbeziehen und auf deren individuelle Interessen eingehen). Bei der Planarbeit werden die Lernenden individuell von der Lehrkraft unterstützt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &lt;br /&gt;
In ein Rahmenthema eingebunden erhalten die Lernenden Aufgaben, welche sie in selbstgewählten oder vorgegebenen Sozialformen bearbeiten. Den Lernenden wird ein Zeitrahmen mit einem verbindlichen Abgabetermin gesetzt. Die Lehrkraft kann durch verschiedene Vorgaben (Rahmenthema eingrenzen, Einfordern oder kommentieren von Plannungsunterlagen) den Erarbeitungsprozess steuern. Projektunterricht kann in Einzel- und Gruppenprojekte eingeteilt werden. &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=2098</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=2098"/>
		<updated>2020-09-07T07:02:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|400px|thumb|right|Karikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder &#039;&#039;äußere Differenzierung&#039;&#039;  eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden. &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert, nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …), um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen, sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigen. Jene Gruppe, welche von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben, begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter auseinander. Im differenzierten Kursverfahren wird versucht dies von vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung - allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird individualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden, sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwierigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &lt;br /&gt;
In ein Rahmenthema eingebunden erhalten die Lernenden Aufgaben, welche sie in selbstgewählten oder vorgegebenen Sozialformen bearbeiten. Den Lernenden wird ein Zeitrahmen mit einem verbindlichen Abgabetermin gesetzt. Die Lehrkraft kann durch verschiedene Vorgaben (Rahmenthema eingrenzen, Einfordern oder kommentiere von Plannungsunterlagen) den Erarbeitungsprozess steuern. Projektunterricht kann in Einzel- und Gruppenprojekte eingeteilt werden. &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1931</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1931"/>
		<updated>2020-08-27T14:29:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|400px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwierigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &lt;br /&gt;
In ein Rahmenthema eingebunden erhalten die Lernenden Aufgaben, welche sie in selbstgewählten oder vorgegebenen Sozialformen bearbeiten. Den Lernenden wird ein Zeitrahmen mit einem verbindlichen Abgabetermin gesetzt. Die Lehrkraft kann durch verschiedene Vorgaben (Rahmenthema eingrenzen, Einfordern oder kommentiere von Plannungsunterlagen) den Erarbeitungsprozess steuern. Projektunterricht kann in Einzel- und Gruppenprojekte eingeteilt werden. &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1930</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1930"/>
		<updated>2020-08-26T12:14:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|400px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwierigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &lt;br /&gt;
In ein Rahmenthema eingebunden erhalten die Lerndenden Aufgaben, welche sie in selbstgewählten oder vorgegebenen Sozialformen bearbeiten. Den Lernenden wird ein Zeitrahmen mit einem verbindlichen Abgabetermin gesetzt. Die Lehrkraft kann durch verschiedene Vorgaben (Rahmenthema eingrenzen, Einfordern oder kommentiere von Plannungsunterlagen) den Erarbeitungsprozess steuern. Projektunterricht kann in Einzel- und Gruppenprojekte eingeteilt werden. &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1929</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1929"/>
		<updated>2020-08-26T11:42:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weiterführende Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwierigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &lt;br /&gt;
In ein Rahmenthema eingebunden erhalten die Lerndenden Aufgaben, welche sie in selbstgewählten oder vorgegebenen Sozialformen bearbeiten. Den Lernenden wird ein Zeitrahmen mit einem verbindlichen Abgabetermin gesetzt. Die Lehrkraft kann durch verschiedene Vorgaben (Rahmenthema eingrenzen, Einfordern oder kommentiere von Plannungsunterlagen) den Erarbeitungsprozess steuern. Projektunterricht kann in Einzel- und Gruppenprojekte eingeteilt werden. &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1928</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1928"/>
		<updated>2020-08-26T11:41:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwierigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &lt;br /&gt;
In ein Rahmenthema eingebunden erhalten die Lerndenden Aufgaben, welche sie in selbstgewählten oder vorgegebenen Sozialformen bearbeiten. Den Lernenden wird ein Zeitrahmen mit einem verbindlichen Abgabetermin gesetzt. Die Lehrkraft kann durch verschiedene Vorgaben (Rahmenthema eingrenzen, Einfordern oder kommentiere von Plannungsunterlagen) den Erarbeitungsprozess steuern. Projektunterricht kann in Einzel- und Gruppenprojekte eingeteilt werden. &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projket MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1927</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1927"/>
		<updated>2020-08-26T10:44:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weiterführende Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projket MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1926</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-26T10:44:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weiterführende Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;MABIKOM-Projekt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Projket MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1925</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1925"/>
		<updated>2020-08-26T10:42:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weiterführende Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt: Das Projket MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1924</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1924"/>
		<updated>2020-08-26T10:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weiterführende Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt: Das Projket MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R. Mabikom (2020): Mabikom, URL: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/did/ag_forschung/did_forschung/did_projekte/lehrerprofessionalisierung_unterrichtsentwicklung/projekt_mabikom_1/index.de.jsp&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1923</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1923"/>
		<updated>2020-08-26T10:25:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weiterführende Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt: Das Projket MAthematiksche BInnendifferenzierende KOmpetenzentwicklung wurde aufbauend auf den Ergebnissen des CALiMERO Schulversuchs in einem gemeinsamen Projket der TU Darmstadt, der Firma Texas Instruments und des Niedersächsischen Kultusministeriums entwickelt &amp;lt;ref&amp;gt;...&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1922</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1922"/>
		<updated>2020-08-26T10:20:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1921</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-26T10:20:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. [[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1920</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-26T10:20:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|500px|thumb|right|Karrikatur zur Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1919</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1919"/>
		<updated>2020-08-26T10:19:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.png|200px|thumb|left|Karrikatur zur Binnendiffernezierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1918</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-26T10:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Binnendifferenzierung_Cartoon.jpg|200px|thumb|left|Karrikatur zur Binnendiffernezierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Datei:Binnendifferenzierung_Cartoon.png&amp;diff=1917</id>
		<title>Datei:Binnendifferenzierung Cartoon.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Datei:Binnendifferenzierung_Cartoon.png&amp;diff=1917"/>
		<updated>2020-08-26T10:18:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: Grafik von Hans Traxler unter http://www.mhaensel.de/fortbildung/handouts/PP%20Binnendifferenzierung%20praktisch.pdf Präsentation von Michael Hänsel. Letzter Zugriff 26.08.2020&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Grafik von Hans Traxler unter http://www.mhaensel.de/fortbildung/handouts/PP%20Binnendifferenzierung%20praktisch.pdf Präsentation von Michael Hänsel. Letzter Zugriff 26.08.2020&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1916</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1916"/>
		<updated>2020-08-26T10:16:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Traxler_Cartoon.jpg|200px|thumb|left|Karrikatur zur Binnendiffernezierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1915</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-26T10:15:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: Traxler_Cartoon.png|200px|thumb|left|Karrikatur zur Binnendiffernezierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1914</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1914"/>
		<updated>2020-08-26T10:15:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Traxler_Cartoon.png|200px|thumb|left|Karrikatur zur Binnendiffernezierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1913</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-26T10:15:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Traxler Cartoon.png|200px|thumb|left|Karrikatur zur Binnendiffernezierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1912</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-26T10:14:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Traxler_Cartoon.png|200px|thumb|left|Karrikatur zur Binnendiffernezierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Datei:Traxler_Cartoon.jpg&amp;diff=1911</id>
		<title>Datei:Traxler Cartoon.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Datei:Traxler_Cartoon.jpg&amp;diff=1911"/>
		<updated>2020-08-26T10:12:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: Grafik von Hans Traxler unter https://www.lern-landschaft.de/lernkultur/traxler_cartoon-2/ letzter Zugriff 26.08.2020&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Grafik von Hans Traxler unter https://www.lern-landschaft.de/lernkultur/traxler_cartoon-2/ letzter Zugriff 26.08.2020&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1910</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1910"/>
		<updated>2020-08-26T09:57:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei immer abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im Frontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgaben für alle anschließt. Voraussichtlich kommen alle Lernenden unterschiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit bishin von einer ganzen Klassenstufe auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1901</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1901"/>
		<updated>2020-08-22T11:12:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei imme abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im FRontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgabe für alle aschließt. Voraussichtlic kommen alle Lernenden untershiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zzieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit biszu ganzen Klassen auftreten. &lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1900</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1900"/>
		<updated>2020-08-22T11:11:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Eine von diesen Gruppen lernt oder übt intensiv mit der Lehrperson während die anderen Gruppen gemeinsam als eine große Gruppe oder in kleineren Gruppen Aufgaben selbstständig erledigt. Die Gruppe die von der Lehrperson betreut wird wechselt, sodass jeder mit der Lehrperson üben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strukturform lässt sich auf vielfältige Weise umsetzen, wobei imme abgewogen werden muss, was den größten Nutzen für die Lernenden darstellt. Bei dieser Form wird von vornherein bei gleicher Aufgabenstellung mit verschiedenen Arbeitsergebnissen gerechnet. Es stellt sich also die Frage, mit welchen geeigneten methodischen Maßnahmen dem unterschiedlichen Stand der Klasse begegnet werden kann.&lt;br /&gt;
Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:&lt;br /&gt;
a) Die Unterrichtseinheit beginnt im FRontalunterricht an den sich eine Übungsphase mit gleichen Aufgabe für alle aschließt. Voraussichtlic kommen alle Lernenden untershiedlich weit. Beim anschließenden Vergleich könnte mit den Lernenden, die die wenigsten Aufgaben geschafft haben begonnen werden und die anderen Lernenden ergänzen, bis alle Aufgaben verglichen sind.&lt;br /&gt;
b) Bei dieser Vorgehensweise ist der Klasse nur noch der Ausgangspunkt gemeinsam. Jeder Lernende arbeitet in seinem Tempo weiter. Wird immer wieder an den Zwischenstand angeknüpft, zzieht sich das Feld der Lernenden immer weiter auseinander, bis wirklich jeder an einem anderen Punkt ist. Bei einer konsequenten Durchführung dieser Differenzierung im Unterricht können große Lernstandsunterschiede von einer Unterrichtseinheit biszu ganzen Klassen auftreten. &lt;br /&gt;
c) In diesem Fall wären die Lernenden nicht unterschiedlich weit fortgeschritten, sondern in unterschiedliche Bereiche eines Faches eingedrungen. Es gäbe keine gemeinsame Plattform als Endpunkt für alle. Weiterhin würden einzelne Fächer stark vernachlässigt werden. Diese Form setzt die Kritik an einem für alle verbindlichen Kanon von Bildungsinhalten, eine freie Wahl aus einem vielfältigen Angebot und eine Beschränkung auf wenige Fächer um. &lt;br /&gt;
d) Als Folge einer langfristigen Differenzierung streben die Lernenden immer weiter aueinander. Im differenzierten Kursverfahren versucht man dies bon vornherein durch äußere Differenzierung zu berücksichtigen. Es werden verschiedene Kurse eingerichtet, in die die Lernenden nach ihrem Leistungsvermögen eingeteilt werden. Ein Problem dieser Form kann das Bilden von festen Gruppen innerhalb des Kurse sein und ein Wechseln zwischen den Kursen erschweren. Es benötigt also auch innerhalb der Kurse eine Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lerngruppe erhält die gleiche Aufgabenstellung allerdings keine zeitliche Begrenzung. Einige Lernende werden schneller als die anderen sein. Die Lehrperson muss die entstehende Lücke sinnvoll füllen, bevor die gemeinsame Arbeit weitergehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lernende bewältigt eine gestellte Aufgabe auf seine Art und Weise. Der Unterricht wird inidividualisiert. Die Lehrperson sollte den Unterricht auslaufen lassen können und nach hinten offen halten, damit die Lernenden ihre Arbeit in Ruhe und ohne Zeitdruck beenden können (z.B.: Gestaltung einer Plastik im Kunstunterricht, Anfertigen eines Portfolios, Schreiben eines Aufsatzes). Für diejenigen, die früher fertig werden sollte sich die Lehrperson sinnvolle Tätigkeiten überlegen, damit es zu keinen Störungen kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1899</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1899"/>
		<updated>2020-08-22T10:31:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann sein, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011, S. 122- 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1898</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1898"/>
		<updated>2020-08-22T10:30:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann sein, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1897</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1897"/>
		<updated>2020-08-22T10:17:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann sein, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6. Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7. Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8. Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;gt;Bönsch, M. Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einführung in die Differenzierung. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1896</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1896"/>
		<updated>2020-08-22T10:14:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Strukturformen der Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.Differenzierung nach Arbeitsweisen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.Differenzierung aus sozialen Motiven&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.Differenzierung aus methodischen Gründen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann sein, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;6.Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7.Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;8.Differenzierung aus sachlichen Gründen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1895</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1895"/>
		<updated>2020-08-22T10:12:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Strukturformen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Differenzierung nah Arbeitsweisen&lt;br /&gt;
Eine bestimmte Anzahl von Gruppen wird eingeteilt und jede bekommt ein anderes Thema/Aufgaben/Materialien etc. und bearbeitet dies. Danach werden die Ergebnisse vor der Klasse präsentiert. Anschließend geht der Unterricht mit der gesamten Klasse weiter. &lt;br /&gt;
2.	Differenzierung nach dem stofflichen Umfang&lt;br /&gt;
Den Lernenden werden eine Vielzahl von Aufgaben gestellt (z.B. im Rahmen einer Übungsstunde). Diese Aufgaben erledigen sie gewissenhaft und möglichst ohne Fehler. Es kommt dabei nicht auf die Menge an, sondern, dass keine Fehler gemacht werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Differenzierung nach dem stofflichen Umfang stellt das Erarbeiten eines Themas dar. Ein Teil der Lernenden behandelt das Grundthema, ein weiterer nutzt zusätzliche Arbeitsmaterialien (wie z.B.: Bücher, Videos, …) um sich weiteres Wissen zum Thema anzueignen. Ein weiterer Teil befasst sich in Arbeitsgemeinschaften mit dem Thema und erarbeitet dabei komplexere Sachverhalte. Das Interesse führt dabei zu weiteren Themen und Bereichen.&lt;br /&gt;
3.	Differenzierung nach Schwierigkeitsgraden&lt;br /&gt;
Die Lehrperson erstellt Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Je nach Selbsteinschätzungsvermögen der Lernenden teilt entweder die Lehrkraft den Lernenden eine Aufgabe zu oder die Lernenden wählen selbst aus. &lt;br /&gt;
4.	Differenzierung aus sozialen Motiven&lt;br /&gt;
Bei der Differenzierung aus sozialen Motiven geht es weniger um ein individuelles Lerntempo  oder ein ökonomisches Vorgehen sondern um die Zusammenarbeit untereinander, um ein Hilfsangebot für Schwächere oder um eine vorbereitende Arbeit eines Einzelnen für einen späteren Zeitpunkt im Unterricht. &lt;br /&gt;
5.	Differenzierung aus methodischen Gründen&lt;br /&gt;
Es kann sein, dass &lt;br /&gt;
6.	Differenzierung nach dem Lern- und Arbeitstempo&lt;br /&gt;
7.	Differenzierung nach dem zeitlichen Umfang&lt;br /&gt;
8.	Differenzierung aus sachlichen Gründen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1894</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1894"/>
		<updated>2020-08-22T10:10:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Gründe für Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodische Aspekte der Differenzierung im Unterricht. Franz Ehrenwirth Verlag KG, München, 1970, S.9 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1893</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1893"/>
		<updated>2020-08-22T10:07:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Gründe für Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Es ist nahezu unmöglich jedem einzelnen Lernenden bei einer großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Dieser Grund multipiziert sich in seinen Wirkungen zu weiteren Gründen. Wenn der Unterricht dem einzelnen Lernenden nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1892</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1892"/>
		<updated>2020-08-22T10:05:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Gründe für Differenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Fast unmöglich jedem einzelnen SuS bei großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund ergeben sich logischerweise weitere Gründe (Multiplikation der Wirkungen). Wenn der Unterricht dem einzelnen SuS nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1891</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-22T10:05:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gründe für Differenzierung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Orientierung am Durchschnitt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Keine Berücksichtigung von Lerntempo und Lernmotivation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Keine Berücksichtigung von individuellen Fähigkeiten und Interessen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bestimmte Bereiche zu vielfältig, um nicht zu differenzieren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht in Jahrgangsklassen kann sich nur am Durchschnitt orientieren. Fast unmöglich jedem einzelnen SuS bei großer Klassenstärke gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund ergeben sich logischerweise weitere Gründe (Multiplikation der Wirkungen). Wenn der Unterricht dem einzelnen SuS nicht mehr gerecht wird, wird ebenso wenig sein Lerntempo und seine Lernmotivation berücksichtigt. Es stellen sich darauf aufbauend Frustration und Lernmüdigkeit ein und der Unterrichts- und Lernerfolg wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
Weiterhin kann im Unterricht, der sich nur am Durchschnitt orientiert nicht auf individuelle Fähigkeiten und Interessen eingegangen werden, die Lernende abseits der Schule haben und einen Motivationsfaktor darstellen können. &lt;br /&gt;
Einen weiteren Grund für Differenzierung zeigt sich in der Darbietung verschiedener Gegenstandsbereiche (z.B.: Freizeitgestaltung, Berufs- und Arbeitswelt). Solche Themen sollten grundsätzlich differenziert angeboten werden, da es schlicht unmöglich ist, alle mit allem bekanntzumachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1890</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-22T09:06:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weiterführende Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1889</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1889"/>
		<updated>2020-08-22T08:59:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
Aufgabenformate die sich besonders im Mathematikunterricht für die Binnendifferenzierung eignen sind Aufgabensets und Blütenaufgaben. &lt;br /&gt;
MABIKOM-Projekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1782</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1782"/>
		<updated>2020-08-19T07:27:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Nachgehende_Differenzierung&amp;diff=1746</id>
		<title>Nachgehende Differenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Nachgehende_Differenzierung&amp;diff=1746"/>
		<updated>2020-08-18T06:23:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Name= Nachgehende Differenzierung&lt;br /&gt;
| Dimension = [[Didaktische Dimension|didaktisch]] &lt;br /&gt;
| Notwendigkeit = [[obligatorisch]]&lt;br /&gt;
| Messbarkeit = [[relativ]]&lt;br /&gt;
| Ebene = Szenario &lt;br /&gt;
| Katalog= [[Kriterienkatalog für digitale Medien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Kriterium &#039;&#039;&#039;Nachgehende Differenzierung&#039;&#039;&#039; umfasst wichtige Stellschrauben seitens des Mediums, um Aufgaben und Übungen so zu adaptieren, dass die Chancengleichheit erreicht werden kann und alle Lernenden optimal gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterricht ist häufig geprägt von einer hohen Heterogenität der Lerngruppen, die mit einer starken Homogenitätserwartung der Lehrkräfte kollidiert. Ziel ist es, eine vernünftige Balance zwischen Gleichheit und Differenz zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;Scheunpflug, A.: Lernen in heterogenen Gruppen – Möglichkeiten einer natürlichen Differenzierung. In: Kiper, Hanna; Miller, Susanne; Palentien, Christian; Rohlfs, Carsten (Hg.): Lernarrangements für heterogene Gruppen. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 2008, S. 66-77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelebte [[Binnendifferenzierung]] ist in der Praxis daher sehr komplex und anspruchsvoll, da viele gleichzeitig laufende Lernprozesse überblickt werden müssen. Eine ideale Differenzierung ist daher anstrebsam, jedoch kompliziert konsequent umsetzbar. Das digitale Medium soll nicht die Aufgabe einer adäquaten Binnendifferenzierung  übernehmen, sondern diese unterstützen und somit nötige Rahmenbedingungen für eine Anpassung des individuellen Lernprozess der Lernenden liefern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig darf auch dieses Kriterium nie alleinstehend betrachtet werden. Für eine gute Binnendifferenzierung ist gleichwohl eine adäquate Einschätzung des Vorwissens, als auch des laufenden Lernprozesses, zur Erhebung des Lernstands sowie der Stärken und Schwächen der einzelnen Lernenden, notwendig. Das [[Lernfortschrittsmonitoring]] hat somit direkten Einfluss auf die Differenzierung. Gleichzeitig müssen für eine Differenzierung individuelle Ziele formuliert werden (Vgl. [[Fachliche Zielsetzung]]). Eine Binnendifferenzierung setzt somit hohe Ansprüche an Lehrende und Lernende. Das digitale Medium muss dies unterstützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bönsch (2008) unterteilt drei Lernsets für die Binnendifferenzierung: &amp;lt;ref&amp;gt;Bönsch, M.: Methodik der Differenzierung. In: Die Berufsbildende Schule 60/2008, 2008, S. 324-328.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Nachgehende Differenzierung&#039;&#039;&#039;: Der Unterricht beginnt mit Input für alle. Dann folgen Aufgaben und Übungen, die unterschiedlich sind hinsichtlich Quantität (Zahl der Aufgaben), Qualität (Anspruchsniveau), Umfang der Unterstützungsleistung und Zeit.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Bearbeitungsdifferenzierung bei klaren Vorgaben&#039;&#039;&#039;: vorgegebene Lernaufgaben sind anhand von Büchern, Lernplänen, Portfolios selbstständig zu erledigen. Zeit, Hilfesuche und Kooperationen sind flexibel einzuteilen. Die Variante stellt hohe Ansprüche an die Selbstständigkeit der Lernenden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Freigebende Differenzierung&#039;&#039;&#039;: Der gesamte über einen langen Zeitraum zu lernende Unterrichtsstoff wird freigegeben und kann selbst eingeteilt erworben werden. Das erfordert jedoch äußerst selbstständige, verantwortungsbewusste Lernende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die letzten beiden Ausrichtungen der Binnendifferenzierung u.a. hauptsächlich vom [[Förderliche Lernumgebung#Zu prüfende Merkmale|Grad der Selbstständigkeit]] abhängig sind, wird in diesem Kriterium die nachgehende Differnzierung, die Anpassung von Aufgaben und Übungen an das Leistungsniveau der Lernenden, beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kriterium==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Aufgaben und Übungen werden hinsichtlich der Quantität, der Qualität, der Hilfeleistung und des Zeitbedarfs unterschiedlich vom Medium angeboten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
===Zu prüfende Merkmale===&lt;br /&gt;
Eine nachgehende Differenzierung ist für alle Leistungsniveaus vorhanden. Auf folgende Merkmale ist zu prüfen, ob eine inhaltliche Anpassung möglich ist: &amp;lt;ref name=&amp;quot;As&amp;quot;&amp;gt;Aschemann, B.: Vierzig Wege der Binnendifferenzierung für heterogene LernerInnen-Gruppen, 2011, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Quantität&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**Anzahl der Aufgaben&lt;br /&gt;
**Anzahl der Teilaufgaben &lt;br /&gt;
**Grad der Strukturierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Qualität&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**Komplexität der Aufgaben&lt;br /&gt;
**Offenheit der Aufgaben → vgl. [[Aufgabengestaltung]] (z.B. Aufgabentypen nach Bruder) &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.: Handbuch der Mathematikdidaktik. Springer Spektrum, Berlin, 2015, S. 441, ISBN 978-3-642-35119-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
**Abstraktionsniveau der Aufgaben&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Hilfeleistung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**&#039;&#039;inhaltliche Hilfestellungen&#039;&#039;, wie u.a.&lt;br /&gt;
***gestufte Hilfen &amp;lt;ref&amp;gt;Hillmayr, D. et al.: Digitale Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe. Einsatzmöglichkeiten, Umsetzung und Wirksamkeit. Waxmann, Münster, New York, 2017. ISBN 9783830937661.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
***Erklärvideos&lt;br /&gt;
***Fragenkatalog&lt;br /&gt;
**&#039;&#039;methodische Hilfeleistungen&#039;&#039;, wie u.a.&lt;br /&gt;
***Hilfswerkzeuge&lt;br /&gt;
***Strukturierungshilfen &amp;lt;ref&amp;gt;Walter, D.: Nutzungsweisen bei der Verwendung von Tablet-Apps. Dissertation, 2018, S. 51-56, ISBN 3658190671.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
***heuristische Hilfsmittel, wie u.a.&lt;br /&gt;
****Tabelle&lt;br /&gt;
****Grafik&lt;br /&gt;
****Skizze&lt;br /&gt;
***[[Förderliche Lernumgebung#Zu prüfende Merkmale|Grad der Selbstständigkeit]] bei der Bearbeitung&lt;br /&gt;
***stufenweises Abbauen von Hilfestellungen &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 111f, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
***Kontextgebundene Rückmeldung zur Bereitstellung zusätzlicher Informationen für das Finden der Aufgabenlösung &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 185, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zeitbedarf für konkrete Arbeitsaufträge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**Verlängerung des Bedarfs&lt;br /&gt;
**Verkürzung des Bedarfs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Graduierung===&lt;br /&gt;
{{Graduierung&lt;br /&gt;
| Stufe 0 = Anpassungsmöglichkeiten von Aufgaben und Übungen bzgl. Qualität, Quantität, Hilfe und Zeit für eine nachgehende Differnzierung sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
| Stufe 1 = Anpassungsmöglichkeiten von Aufgaben und Übungen für eine nachgehende Differnzierung sind in &#039;&#039;mindestens&#039;&#039; zwei und &#039;&#039;höchstens&#039;&#039; drei Merkmalen möglich.&lt;br /&gt;
| Stufe 2 = Anpassungsmöglichkeiten von Aufgaben und Übungen für eine nachgehende Differnzierung sind in allen Merkmalen möglich.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
*Nachgehende Differenzierung als Teil der Binnendifferenzierung:&lt;br /&gt;
::→ Das Szenario beginnt mit Input für alle. &lt;br /&gt;
::→ Dann folgen Aufgaben und Übungen, die unterschiedlich sind hinsichtlich Quantität (Zahl der Aufgaben), Qualität (Anspruchsniveau), Umfang der Unterstützungsleistung und Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;As&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Maßnahmen der nachgehenden Differenzierung werden extern vorgenommen (seitens des Mediums oder der Lehrkraft) und unterscheiden sich hier von der Personalisierung des Lernwegs &lt;br /&gt;
*Entscheidend für die Lernunterstützung  ist die Balance zwischen Anleitung und Offenheit. &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Potentiale und Perspektiven digitaler Lernmedien für die Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. In Zeitschrift für Heilpädagogik, 2010, Jhg. 61.S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Darstellungen sollten unterschiedlicher Abstraktionsstufen gerecht werden bzw. Aufgaben müssen sich auf unterschiedlichem Lernniveau (z.B. durch entsprechende Hilfen) bearbeiten lassen. &amp;lt;ref&amp;gt;Urff, C.: Digitale Lernmedien zur Förderung grundlegender mathematischer Kompetenzen. Theoretische Analysen, empirische Fallstudien und praktische Umsetzung anhand der Entwicklung virtueller Arbeitsmittel. Zugl.: Ludwigsburg, Pädagogische Hochschule, Diss., 2013. Mensch und Buch Verl., Berlin, 2014, S. 305, ISBN 3863874234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Praxisbeispiele==&lt;br /&gt;
[[Datei:Differnezierung_Learningapps.PNG|thumb|Beispiel von [https://learningapps.org/display?v=pni7vscok20 LearningApps]: Ordnen der rationalen Zahlen von der kleinsten zur größten Zahl.]]&lt;br /&gt;
Eine mögliche Gestaltung der differenzierten Übungsphase nach der Inputphase könnte wie folgt aussehen: Die Lehrkraft gibt den Schülerinnen und Schülern verschiedene LearningApps von [https://learningapps.org/ learningsapps.org] vor, mit denen sie ihr Wissen vertiefen/festigen können. Dabei gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und den Schülerinnen und Schülern werden verschiedene Hilfsmittel, wie Zusammenfassungen oder Beispielaufgaben zur Verfügung gestellt. Die Schülerinnen und Schüler können auch selbstständig zwischen den Aufgaben wechseln. Damit die Schülerinnen und Schüler eine bestimmte Anzahl an Aufgaben in der Zeit lösen, enthält jede Aufgabe eine bestimmte Anzahl an Sternen. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens eine Maximalanzahl an Sternen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Didaktische Dimension]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:obligatorisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:relativ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1670</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1670"/>
		<updated>2020-08-15T09:33:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Freidrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1669</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1669"/>
		<updated>2020-08-15T09:33:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;innere Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder auch äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Freidrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1668</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1668"/>
		<updated>2020-08-15T09:32:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weitere Methoden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch innere &#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder auch äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Methoden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Freidrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1667</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1667"/>
		<updated>2020-08-15T09:32:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weitere Methoden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch innere &#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder auch äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Methoden===&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Freidrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1666</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-15T09:31:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Weitere Methoden: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch innere &#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder auch äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weitere Methoden=&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Freidrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sachsen.schule/digit/index.php?title=Binnendifferenzierung&amp;diff=1665</id>
		<title>Binnendifferenzierung</title>
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		<updated>2020-08-15T09:31:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EEismann: /* Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Binnendifferenzierung&#039;&#039;&#039; oder auch innere &#039;&#039;Differenzierung&#039;&#039; bezeichnet die individuelle Förderung von Lernenden innerhalb einer Lerngruppe. Im Gegensatz dazu beschreibt die Außendifferenzierung oder auch äußere Differenzierung eine Aufteilung in nach einem bestimmten Merkmal homogene Lerngruppen z.B.: Alter, Geschlecht oder Interesse, Leistungsvermögen. Bei der Binnendifferenzierung wird die Heterogenität der Lerngruppe angenommen und als Chance für einen größtmöglichen Lernerfolg gesehen. Eine Herausforderung der Binnendifferenzierung stellt eine teilweise Auflösung des gleichschrittigen Lernens dar. Weiterhin sollte die &amp;quot;Schere&amp;quot; zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Lernenden akzeptiert und im Sinne einer Begabtenförderung gefördert werden &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Friedrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei Ebenen der Differenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltliche Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung der inhaltlichen Differenzierung werden Methoden benötigt, die es ermöglichen, dass zur gleichen Zeit Lernende an unterschiedlichen Lerngegenständen arbeiten können. Diese Unterschiede können dabei vielfältig sein, z.B.: Höhe des Anforderungsniveaus, unterschiedliche Arten von Zielen oder die Lerngegenstände entsprechen unterschiedlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Differenzierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hierfür braucht es Methoden, die es ermöglichen, dass Lernende zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Sozialformen und unterschiedlichen Lerntempi arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Differenzierung der Unterstützung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Ebene der Differenzierung beschäftigt sich mit einer graduellen Abstufung von Hilfsangeboten. Die Lehrkraft nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Verläuft die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand nur schleppend bis gar nicht oder in eine falsche Richtung, kann die Lehrkraft eine individuell passende Unterstützung anbieten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.123-137 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Bedingungen: relevante Dimensionen, breite Angebotsbasis, hohe Selbststeuerung&lt;br /&gt;
Lehrkraft ist dynamischer Teil des Lernangebots oder Coach der Schülerin/des Schülers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmen und Unterrichtsarrangements zur Binnendifferenzierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen binnendifferenzierten Unterricht verlangt es Aufgaben und Methoden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ziel- und Inhaltstransparenz sichern, Orientierung im Lernprozess geben und den Lernenden Erfolgserlebnisse verschaffen.&lt;br /&gt;
Die Lernenden erhalten dadurch Motivation für das Weiterlernen und eine Visualisierung des eigenen Lernprozesses. Dies kann durch Semantische Netze, ein Lernprotokoll (ein nicht benoteter Kurztest über den aktuell geforderten Lernstand) oder eine Checkliste mit Aufgaben zur Selbsteinschätzung gefördert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlegendes Wissen und Können wachhalten.&lt;br /&gt;
Problemstellungen die auf das Vorwissen der Lernenden abgestimmt sind können angeboten werden. Dafür muss sichergestellt werden, das dieses Vorwissen bzw. Basiswissen abrufbereit ist. Dies kann zum Beispiel durch  vermischten Kopfübungen einmal die Woche getan werden. Diese Übungen sind zeitgleich ein Instrument der Selbsteinschätzung und kann Lücken im Basiswissen für die Lernenden und Lehrenden aufzeigen. Die Lehrenden haben somit die Möglichkeit sofort gezielte (individuelle) Fördermaßnahmen zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerntypen und kognitive Aktivierung der Lernenden berücksichtigen, variantenreiche Lernanregungen anbieten und die Talente, Fähig- und Fertigkeiten aus dem außerschulischen Bereich nutzen &lt;br /&gt;
Den Lernenden sollten bezüglich ihrer eigenen Präferenzen, zumindest im gesamten Lernbereich bezüglich der unterschiedlichen Gestaltung der Lernmaterialien, eine oder mehrere Wahlmöglichkeiten haben. &lt;br /&gt;
Wahlmöglichkeiten können sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**realitätsbezogene vs. innermathematische Aufgaben&lt;br /&gt;
**experimentieren und erkunden vs. eindeutige und eindeutige und explizite Anweisungen&lt;br /&gt;
**Einzelarbeit vs. Partnerarbeit vs. Gruppenarbeit &lt;br /&gt;
Weiterhin können differenzierende Einstiege durch unterschiedliche Einstiegsaufgaben, die das Thema grob umreißen einen Beitrag zur Differenzierung im Unterricht leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Selbstregulation der Lernenden fördern, Problemstellungen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbieten, flexible Zeitstrukturen gewährleisten und auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützungssysteme zur Verfügung stellen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Punktes können Aufgabensets, Blütenaufgaben (siehe dazu auch [[Aufgabentypen]]) oder langfristige Hausaufgaben sein. Bei einer langfristigen Hausaufgabe sollen mehrere Aufgaben mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und mit Wahl- und Pflichtaufgaben über einen Zeitraum von mindestens einer Woche bearbeitet werden. Dies regt das selbstständige Arbeiten der Lernenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weitere Methoden:=&lt;br /&gt;
*Stationenlernen, Werkstattunterricht, Lernzirkel&lt;br /&gt;
Bei dieser Form von Unterricht werden den Lernenden eine große Anzahl von Lernanregungen zu einem bestimmten Rahmenthema zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsformen varriieren dabei stark und die Lernenden sollen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Das Lerntempo kann von jedem selbst bestimmt werden. Allerdings sollte von der Lehrkraft ausreichend Zeit für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Durch die offene Form gibt es nur wenig bis gar keine Steruerung durch die Lehrkraft und es bleibt somit mehr zeit für inidviduelle Unterstützung. Zur Differezierung innerhalb der Aufgaben kann den Lernenden ein indvidueller Kompass mitgegeben werden. Dieser gibt an, welche Aufgaben für jeden einzelnen Lernenden pflicht sind. Neben den Pflichtaufgaben gibt es auch Wahlaufgaben, die von den Lernenden nach ihren eigenen Vorlieben gewählt werden können. Besonders begabten oder leistungsstarken Lernenden können mit Hilfe des Kompsses Aufgaben auf einem höheren Niveau zur Verfügung gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gruppenpuzzle&lt;br /&gt;
*Planarbeit&lt;br /&gt;
Essenziell für die Planarbeit ist der Plan. Dieser kann je nach Erfahrung der Lernenden von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst erstellt werden, eine Unterrichtseinheit oder mehrere Wochen umfassen, auf ein Fach beschränkt oder fächerübergreifend sein. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Planarbeit lassen sich verschiedene Methoden miteinander verbinden. Wahl der Sozialform kann auch den Lernenden überlassen werden&lt;br /&gt;
Struktur, Flexibilität und Wahlmöglichkeiten ermöglichen eine Förderung und Forderung der gesamten Klasse&lt;br /&gt;
Differenzierung: vorbereiteter Plan wird individuell angepasst: Elemente werden gestrichen, hinzugefügt, Umfang und Schwirigkeit verändern, Lernende miteinbeziehen -&amp;gt; auf inidviduelle Interessen mit eingehen&lt;br /&gt;
Lehrkraft unterstützt auch hier wieder individuell.&lt;br /&gt;
*Projektunterricht &amp;lt;ref&amp;gt; Joller-Graf, K.:Binnendifferenziert unterrichten. In: (Buholzer, A. und Kummer, A. Hrsg.): Alle gleich - alle unterschiedlich! Zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Seelze, Kallmeyer, 2010, S.126 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bruder, R.; Reibold, J.: Weil jeder anders lernt. In: mathematik lehren 162, Freidrich Verlag, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Hinweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>EEismann</name></author>
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