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Sowohl die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten, als auch die Grundszenarien bringen verschiedene Vorteile mit sich, um bestehende Schranken im Unterricht zu überwinden und einen didaktischen Mehrwert zu erzielen. In den vergangenen Ausführungen dieser Arbeit wurde häufig die Öffnung des Unterrichts angeschnitten und eine Zeit- und Ortsflexibilität als Vorteil von E-Learning beschrieben. Dieser Vorteil lässt die Vermutung aufkommen, dass durch die technischen Möglichkeiten Lernen an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich ist, quasi Mobile Learning. Diese Art von E-Learning ermöglicht mittels mobiler Endgeräte das Lernen an Orten, die keinen Bezug zum Inhalt haben müssen, ggf. eine persönliche Umgebung des Lernenden sind oder aus zeitlichen und rationellen Gründen auch zum Lernen genutzt werden können (z. B. der Straßenbahn, Bus, etc.) [e-17a]. Diese Art von Lernen ist allerdings kein Ersatz für traditionelle Lehr- und Lernkonzepte und nicht das Ziel, wohin die Überwindung der Schranken den Unterricht bringen soll. Ziel ist ein didaktischer Mehrwert.
Ein „Didaktischer Mehrwert zeigt sich eher in solchen Fällen, in denen mit Hilfe technischer, organisatorischer, kommunikativer oder informeller Vorteile Lernen gestaltet und verbessert wird.“ [Sc06, S. 209] Dies kann nach Schulmeister [Sc06] beispielsweise in Situationen der Fall sein, in denen:
*Multimedialität eine mehrkanalige Wahrnehmung ermöglicht (z. B. Visualisierung der Automatentheorie),
*schwer zugängliche reale Lernobjekte durch die Visualisierung zugänglich und risikolos manipulierbar werden (z. B. Simulationen und Animationen),
*multimediale Lernumgebungen Interaktionen mit Lernobjekten zum aktiven Üben erlauben.
Der technische Komfort, die Unterstützung und Erleichterung der Kommunikation oder der Zugang zu Informationen sind zwar Vorteile von E-Learning, sie beschreiben allerdings nur eine Ablösung der analogen Medien durch digitale Medien. Zusammenfassend beschreibt Schulmeister den didaktischen Mehrwert als Ziel der Überwindung der nachstehenden Schranken folgendermaßen:
„Interessant für eine Begründung didaktischen Mehrwerts im eLearning sind die Vernetzung der Lernphasen, das vielfältige Spiel mit der Zeit in Simulationen, die Vernetzung verteilter Lernobjekte und Lernorte, die Virtualisierung von Lernobjekten sowie die Interaktivität der Lernobjekte, ihre ‚Bespielbarkeit‘, schließlich die dadurch gegebene Expansion der Lernchancen.“ [Sc06, S. 206f.]
[[Kategorie: Theorie]]
[[Kategorie: Theorie]]

Version vom 6. Juli 2020, 08:56 Uhr

Sowohl die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten, als auch die Grundszenarien bringen verschiedene Vorteile mit sich, um bestehende Schranken im Unterricht zu überwinden und einen didaktischen Mehrwert zu erzielen. In den vergangenen Ausführungen dieser Arbeit wurde häufig die Öffnung des Unterrichts angeschnitten und eine Zeit- und Ortsflexibilität als Vorteil von E-Learning beschrieben. Dieser Vorteil lässt die Vermutung aufkommen, dass durch die technischen Möglichkeiten Lernen an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich ist, quasi Mobile Learning. Diese Art von E-Learning ermöglicht mittels mobiler Endgeräte das Lernen an Orten, die keinen Bezug zum Inhalt haben müssen, ggf. eine persönliche Umgebung des Lernenden sind oder aus zeitlichen und rationellen Gründen auch zum Lernen genutzt werden können (z. B. der Straßenbahn, Bus, etc.) [e-17a]. Diese Art von Lernen ist allerdings kein Ersatz für traditionelle Lehr- und Lernkonzepte und nicht das Ziel, wohin die Überwindung der Schranken den Unterricht bringen soll. Ziel ist ein didaktischer Mehrwert. Ein „Didaktischer Mehrwert zeigt sich eher in solchen Fällen, in denen mit Hilfe technischer, organisatorischer, kommunikativer oder informeller Vorteile Lernen gestaltet und verbessert wird.“ [Sc06, S. 209] Dies kann nach Schulmeister [Sc06] beispielsweise in Situationen der Fall sein, in denen:

  • Multimedialität eine mehrkanalige Wahrnehmung ermöglicht (z. B. Visualisierung der Automatentheorie),
  • schwer zugängliche reale Lernobjekte durch die Visualisierung zugänglich und risikolos manipulierbar werden (z. B. Simulationen und Animationen),
  • multimediale Lernumgebungen Interaktionen mit Lernobjekten zum aktiven Üben erlauben.

Der technische Komfort, die Unterstützung und Erleichterung der Kommunikation oder der Zugang zu Informationen sind zwar Vorteile von E-Learning, sie beschreiben allerdings nur eine Ablösung der analogen Medien durch digitale Medien. Zusammenfassend beschreibt Schulmeister den didaktischen Mehrwert als Ziel der Überwindung der nachstehenden Schranken folgendermaßen: „Interessant für eine Begründung didaktischen Mehrwerts im eLearning sind die Vernetzung der Lernphasen, das vielfältige Spiel mit der Zeit in Simulationen, die Vernetzung verteilter Lernobjekte und Lernorte, die Virtualisierung von Lernobjekten sowie die Interaktivität der Lernobjekte, ihre ‚Bespielbarkeit‘, schließlich die dadurch gegebene Expansion der Lernchancen.“ [Sc06, S. 206f.]